Personenbezogene Determinanten der Social Media Popularität von Leistungssportler*innen in geschlechtsspezifisch wahrgenommenen Sportarten

Autor/innen

  • Zoe Olbermann Institut Mensch-Computer-Medien, Julius-Maximilians-Universität, Würzburg https://orcid.org/0000-0001-5183-6797
  • Jannika Prohl 2Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung, Hochschule für Musik, Theater & Medien, Hannover
  • Helmut Scherer Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung, Hochschule für Musik, Theater & Medien, Hannover
  • Jörg Hagenah Institut für Medienmanagement, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Salzgitter

Schlagworte:

Instagram, Sport-Medien-Spirale, Gender, Athleten

Abstract

Zusammenfassung

Soziale Netzwerke sind zu wichtigen Plattformen für Spitzensportler*innen geworden, die sie nutzen, um Beziehungen zu ihren Fans aufzubauen, als Influencer zu arbeiten und ihren Marktwert zu steigern. Betrachtet man die Kennzahlen auf Instagram, so fällt auf, dass weibliche Athletinnen in Bezug auf ihre Social-Media-Reichweite deutlich weniger erfolgreich sind als ihre männlichen Konkurrenten. Weibliche Athletinnen finden in den Massenmedien weniger Beachtung als ihre männlichen Kollegen und die Berichterstattung, ist oft klischeehaft. In dieser Studie wird untersucht, inwieweit das Geschlecht von Sportler*innen ihren Erfolg auf Instagram beeinflusst und inwieweit diese Beziehung durch Faktoren wie sportlichen Erfolg, körperliche Attraktivität und Sportart moderiert wird. Durch eine Inhaltsanalyse der Instagram-Profile von 360 internationalen Spitzensportler*innen aus Sportarten, die als typisch weiblich und männlich wahrgenommen werden, lässt sich schließen, dass männliche Athleten, insbesondere die erfolgreichsten, tatsächlich einen höheren Grad an Popularität auf Instagram erreichen. Weibliche Athletinnen hingegen sind nicht in der Lage, ihre Popularität durch sportliche Leistung oder Attraktivität zu steigern. Wir stellen außerdem fest, dass die Popularität auf Instagram besonders hoch ist, wenn Sportlerinnen eine typische Frauensportart und mSportler eine typische Männersportart ausüben. Unsere Forschung zeigt, dass auch die Entwicklung der Rolle von männlichen und weiblichen Sportlern in modernen Medienumgebungen zu untersuchen und zu erfassen.

Abstract

Social networking sites have become important platforms for top athletes, who use them to build bonds with their fans, to work as influencers, and even to increase their market value. If we look at the key figures on Instagram, it is notable that female athletes are significantly less successful in terms of their social media reach than their male competitors. It is already known that female athletes receive much less coverage than male athletes in the mass media, and what coverage there is, is often stereotyped. This study investigates the extent to which the gender of athletes influences their success on Instagram, and to what extent this relationship is moderated by factors such as athletic success, physical attractiveness, and type of sport. Through a content analysis of the Instagram profiles of 360 international top athletes from sports perceived as typically female and male, we find that male athletes, especially the most successful, indeed achieve higher levels of Instagram popularity. Female athletes, in contrast, are unable to increase their popularity through either athletic performance or attractiveness. We also find that Instagram popularity is particularly high when female athletes play a typical female sport and male athletes play a typical male sport. Our research shows that it is important to examine and record developments in the role of male and female athletes in modern media environments as well.

Veröffentlicht

2024-03-27

Ausgabe

Rubrik

Forschungsberichte